Golfurlaub in Südafrika - Sicherheitslage

Diesen Artikel drucken 31.10.2017

Südafrika ist auch für Golftouristen gefährlich

Für alle Touristen und somit auch für Golfer ist Südafrika in jüngster Zeit ein zunehmend gefährlicheres Pflaster geworden. Johannesburg ist schon lange ein riskanter Ort, aber auch in anderen Regionen nimmt die Zahl der Überfälle zu. Dies gilt leider auch für Privat- und Ferienhäuser.

Gut organisierte Gangsterbanden, denen die Polizei machtlos gegenübersteht oder selbst sogar involviert ist, verfolgen Touristen bereits auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel. So wurde kürzlich der Bus einer niederländischen Reisegruppe auf der Fahrt zum Hotel von als Polizisten verkleideten Männern gestoppt. Die sechs Täter fesselten den Fahrer und Reiseführer und zwangen die 36 Touristen unter Waffengewalt, Geld und Wertsachen herauszugeben. Zwei Reisende wurden dabei brutal verletzt. Ob in der Reisegruppe oder als Urlauber im Taxi, niemand kann sich mehr sicher fühlen. Leider beschränken sich diese Vorfälle nicht nur auf Johannesburg.

Politisches Bedauern und Beteuerungen ändern daran wenig, gehen sie doch einher mit der Machtlosigkeit der Sicherheitsorgane.  Im Gegenteil die Anzahl der schweren Verbrechen steigt in Südafrika seit einigen Jahren wieder deutlich an. Schwere Raubüberfälle haben sich seit 2012 um 31% erhöht, Morde um 20%. Für den Tourismus in Südafrika ist die Entwicklung äußerst negativ. Auch wenn nicht alle Regionen gleichermaßen betroffen sind, so ist das Thema Sicherheit für jeden Touristen ein wichtiger Aspekt. Schwierig wird es, wenn selbst Einheimische bei der Heimfahrt die Umgebung kontrollieren und erst dann zu ihren Häusern fahren, wenn sie sicher sind, nicht verfolgt zu werden. Normale Raubüberfälle und Überfälle auf Privathäuser und Privatunterkünfte sind bereits so alltäglich, daß die Medien kaum noch darüber berichten. Selbst Autoentführungen gehören zum Alltag. Golfer, die mit einem Mietwagen unterwegs sind, müssen jederzeit damit rechnen, daß Autotüren aufgerissen werden, um die Insassen zu überfallen. Wer für seinen Golfurlaub ein Ferienhaus mietet, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Nach dem Besuch eines Weingutes, eines Restaurants am Abend ist das Risiko, überfallen zu werden, besonders hoch.

Der Diebstahl von Kreditkarten oder Geld ist selbst für die Touristen zur Bagatelle geworden. Jeder weiß, daß es weder Aufklärung noch Strafen gibt. Die Anzeige lohnt eigentlich nicht, ist aber notwendig, um ein Aktenzeichen für die Versicherung zu erhalten.

Die Kriminalitätsstatistik der Polizei könnte drastischer kaum sein. Heute findet am Kap alle drei Minuten ein Einbruch, alle fünf Minuten ein Überfall und ca. alle 30 Minuten ein Mord statt. Auch wenn der Tourismus von den schweren Gewalttaten kaum betroffen ist, erhöhen diese Zahlen nicht gerade das Sicherheitsgefühl. Nicht nur Johannesburg ist ein Hot Spot für Gewalt. Auch die Innenstädte von Kapstadt,  Durban und Port Elizabeth sollten nach Einbruch der Dunkelheit unbedingt gemieden werden.

Die aktuellen Sicherheitshinweise für Südafrika finden sich beim Deutschen Auswärtigen Amt, dem Österreichischen Außenministerium BMEIA und dem Schweizer Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA. Hier erhalten Sie auch die wichtigsten Verhaltensregeln für den Urlaub in Südafrika.

 

Fotalia: #134960941, Aerial view of Table mountain in Cape Town © jtplatt

 

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