Greenkeepers Rache im Golf Park Steinhuder Meer

Diesen Artikel drucken 02.11.2017

Das Turnier „Greenkeepers Rache“

Nach der Saison ist vor der Saison.: Der Kampf ums Handicap ist in diesem Jahr jedenfalls auf den heimatlichen Plätzen bei Erscheinen dieses Berichts abgeschlossen. Aber die Anlage des Golf Park Steinhuder Meer in Mardorf ist auch in den kälteren Wochen trotz Regen und Wind nicht nur gut bespielbar, sondern bietet unverändert ausgezeichnete Möglichkeiten zum Training an. Wer gut golfen will muss schließlich üben, üben, üben... Und unsere Pros bieten zudem einige tolle Reisen an, bei denen das hiesige Wetter zuhause bleiben darf.

Nach einer intensiven Turnierspielzeit bleiben nur noch wenige Termine bis zum Jahresende, etwa der Martinsgans-Vierer am 25. November oder der Nikolaus-Vierer am 9. Dezember. Zuvor ging es aber beim GPSM um eine ganz andere Version von Golf-Ball: Zum 20jährigen Bestehen wurde am 18. November ein festlicher Ball ausgerichtet, bei dem es nicht um die richtige Schläger- sondern Tanzpartnerwahl ging – ein besonderes Vergnügen. In Smoking oder Ballkleid gewandet erkannten sich nicht alle sonst so vertrauten Golf-Afficionados auf Anhieb wieder...

Putten mit HindernissenWeder Abschläge noch Grüns erkannten indes die Mitspieler bei einem Wettspiel am 21. Oktober auf der 9-Loch-Anlage “The Orchard” wieder: Greenkeepers Rache mit knapp 40 Teilnehmern hielt einige böse Überraschungen parat. Der Turnier-Name „Greenkeepers Rache“ war wörtlich zu nehmen. Unter Chef-Greenkeeper David Orme ließ sich die Mannschaft ganz besondere Schikanen für jede Bahn einfallen. Für all die im Laufe des Jahres nicht ausgebesserten Pitchmarken, weggeworfenen Zigarettenkippen und nicht zurück gelegten Divots wurde bittere Rache geübt, etwa mit erschwerten Abschlagbedingungen.

So gab es Abschläge in gefährlicher Schräglage oder aus weit erhöhter Standposition. Auf einem Schemel sitzend abzuschlagen war eher für die Zuschauer vergnüglich. Mal gab es dann einen Linkshänderschläger für Rechtshänder (und umgekehrt), mal wurde der Ball auf einen Pylon aufgeteet.

Das qualvollste Hindernis unserer rachsüchtigen Greenkeeper fand sich auf dem Abschlag der 9. Bahn in Form eines großen Trampolins. Hier stießen einige Spieler nun doch an ihre Grenzen und taten sich nicht leicht, das rechte Gleichgewicht zu bewahren, von einem weiten Drive ganz zu schweigen.

Die Grüns waren natürlich auch gespickt mit fiesen Gemeinheiten. So sorgte am Grün der ersten Bahn eine Windmaschine für viel Wirbel und pustete die Bälle lustig vor sich her. Es war einmaliges Glück, dass der Ball von Hilary Orme direkt ins Loch geweht wurde.

Greenkeepers RacheAusgeklügelte Verteidigungsmechanismen bewachten die anderen Grüns. Gemein platzierte Pfähle, Reifen, Wasserschläuche und Ballkörbe haben so manchen guten Putter verzweifeln lassen. Der heilige Rasen erfuhr auch auf den Fairways eine ungewohnt raue Behandlung durch unsere Greenkeeper. Auf der 8 wurden die Spieler durch allerlei Gerätschaften wie Anhänger und Fahrzeuge im Spiel behindert. Die Regel, den Ball so zu spielen, wie er liegt, wurde hier vielen Spielern zum Verhängnis.

 

An der 3. und 5. Bahn wurde um den Preis „Nearest to the Dead Body“ gekämpft. Eine leicht makabere Angelegenheit, zum Glück nur durch die Umrisse einer imaginären Leiche angedeutet. Als strahlende Sieger gingen hierbei unser Club-Präsident Norbert Bohnhorst (Bahn 3) und Andreas Bausch (Bahn 5) hervor.

  

Die Siegerehrung befand sich folgerichtig auch ganz in Greenkeepers Händen und wurde in ausgelassener Stimmung im Clubhaus durchgeführt. Insgesamt wurden zwölf attraktive Preise überreicht. Fazit: Ein riesiger Spaß! Da waren sich alle einig. Unser Greenkeeper-Team hat mit der Gestaltung dieses Turniers alle Erwartungen übertroffen und für ein unvergessliches Golfvergnügen gesorgt. Wir hoffen, dass hier eine neue Tradition entsteht, der wir jährlich ungeduldig entgegensehen dürfen, auch wenn sich die Spieler künftig mehr ums Beseitigen der Pitchmarken und Zurücklegen der Divots bemühen sollten.

Texte: Lars Döhmann und Susanne Nohl

Bildtexte:
Nur ein Gerücht: Zum 1. April 2018 kommt die Mistgabel bei allen Pitchmarken-Sündern zur Anwendung.
Hindernisse neuer Art: Auf Bahn 8 blockierten Fahrzeuge den Spielfluss.
Noch ein Gerücht: Alternativ zur Mistgabel werden Etikette-Fehler mit der Spitzhacke geahndet.
Wenig Durchblick: Roter Nebel verhindert den Blick aufs Grün der Bahn 5.
Balanceakt: Ein Trampolin als Abschlagfläche überforderte viele Spieler.

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