Plastikmüll auf dem Golfplatz

Diesen Artikel drucken 25.07.2018

Sollte man Plastik-Tees auf dem Golfplatz verwenden?

Die Hiobsbotschaften in Sachen Plastikmüll und Mikroplastik in der Nahrungskette mehren sich. Es hat gedauert, aber langsam begreifen die Menschen, daß das Thema Plastikmüll wie ein Tsunami auf uns zurollt. Es gibt mittlerweile keinen Lebensbereich mehr ohne Kunstoffe. Von der Zahnbürste, über Küchengeräte, Joghurtbecher, Kleidungsstücke, Handycovers, wenn Sie sich in Ihrem Haushalt umschauen, sehen Sie überall Plastik. Wer seine Lebensmittel im Supermarkt kauft, der bekommt alles irgendwie nur noch mit Kunstoffverpackung. Plastik ist einerseits ein Segen, aber vielleicht ist es noch mehr ein Fluch.

Mikroplastik wird in zahlreichen Kosmetika, Bodylotion und Shampoos eingesetzt, wenn wir duschen landet es im Abwasser. Auch eine Fliesjacke zu waschen, bedeutet kleinste Plastikfäden in unsere Abwässer zu spülen. Ob und inwieweit die Kläranlagen die winzigen Kunstoffpartikel aus dem Wasser herausfiltern, hängt von den Filtern der Kläranlagen ab. Sauberes Trinkwasser könnte somit auch in unseren Breitengraden zu einem sehr teuren Gut werden.

Selbst wenn wir den Müll ordentlich trennen, so landet Plastik immer wieder in der Umwelt. Sie kaufen beispielsweise Pflanzen für Ihren Balkon oder den Garten. Sehen Sie genau hin, fast immer ist Styropor beigemischt, um die Erde locker zu halten. Wir sammeln zwar brav das im Haushalt anfallende Plastik, aber die Entsorgung wird zu einem immer größeren Problem. Riesige Plastikmengen werden in ferne Länder verschifft, wo wir über die Entsorgung keine Kontrolle mehr haben. Wer heute nach Asien reist, wird geschockt sein, über den Müll, der sich in den Flüssen und an den Stränden findet. Aber auch bei uns gehen viele Menschen immer noch viel zu sorglos mit Strohhalmen, Pappbechern und Bonbon-Papier um und werfen es einfach in die Natur.

Ziege frißt Müll IndonesienAuf die eine oder andere Weise landet der sich nur langsam zersetzende Kunstoff am Ende als Mikroplastik im Boden und im Grundwasser. Im Boden werden die Teilchen wieder von Regenwürmern und anderen Lebewesen gefressen oder von Pflanzen aufgenommen, die ihrerseits eine Funktion in der Nahrungskette haben. Am Ende dieser Nahrungskette steht irgendwann wieder der Mensch und nimmt seinerseits das Mikroplastik mit der Nahrung auf. 

Und Plastik-Tees? Wir sagen Plastik-Tees sind ein NO-GO für Golfer! Sicherlich haben wir jeden Tag mehr Kunstoffverpackung zuhause, als wir Tees benutzen, und sicherlich landet nur ein verschwindend geringer Teil in der Natur. Aber dennoch: auf Plastik-Tees zu verzichten, ist ein Statement. Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Wir alle müssen unser Bewußtsein schärfen. Auch wenn die größten Meeresverschmutzer in Afrika und Asien sitzen, die Ozeane sind global. Der Plastikmüll kommt auch bei uns an, auf Umwegen, aber er kommt an!

Und Golfbälle? Wir würden uns wünschen, daß Golfbälle künftig aus kompostierbaren Materialien hergestellt werden. Dazu wäre aber ein Umdenken der Regelhüter von St. Andrews und der PGA in Verbindung mit den Herstellern nötig.

 

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