Was ist Ready Golf?

Diesen Artikel drucken 11.08.2018

"Ready Golf" - ein Lösungsansatz

Selten hat sich ein Begriff beim Golfen so schnell etabliert wie "Ready Golf". Aber was bedeutet das eigentlich? "Ready Golf" ist eine Initiative des Royal and Ancient Golf Club of St Andrews, die von den meisten europäischen Golfverbänden, so auch dem DGV, voll und ganz unterstützt wird. Die Devise lautet: spielen start warten!

Die Erklärung ist einfach, unsere Zeit ist schnelllebiger geworden. Golfer, die außerhalb des Arbeitsprozesses stehen, haben vielleicht noch die Muße, bei jedem Schlag höflich zu warten. Jüngere Menschen hingegen schreckt der hohe Zeiteinsatz des Golfspiels davon ab, diesen Sport zu wählen. Und eine zunehmende Turniermüdigkeit macht sich auch bei den engagierten Golfern breit. Wer hat schon Lust, am Wochenende für eine Runde fünf bis sechs Stunden zu brauchen?  Viele Clubs haben darauf bereits reagiert. Gezielte 9-Loch-Turniere oder After-Work-Turniere gehören bereits zum Standard. "Ready Golf" sollte künftig in das Repertoire eines jeden Golfers gehören.

Ziel von "Ready Golf", das von 2019 Bestandteil der offiziellen Golfregeln sein wird, ist es, durch schnelleres Spiel wieder mehr Spaß und Freude am Spiel zu schaffen. Bisher galt die starre Spielreihenfolge, daß der Spieler zuerst schlägt, dessen Ball am weitesten von der Fahne entfernt liegt. Wartezeiten sind dadurch automatisch vorprogrammiert. Golfer, die eine lange Vorbereitung haben, machen regelmäßig alle Mitspieler nervös. Ready Golf soll dies ändern. Wer zuerst am Ball ist und bereit ist, zu schlagen, kann dieses jetzt tun. Die gängigen Sicherheitsregeln sollten natürlich eingehalten werden.

Auch wenn es sich oft nur um Sekunden Zeitersparnis handelt, so summieren sich die Sekunden. Bei einem 3er-Flight und einem durchschnittlichen Score von 100 Schlägen errechnet sich ein Zeitvorteil von 25 Minuten, wenn jeder Spieler nur 5 Sekunden pro Schlag einspart. Gerade am Abschlag geht oft sehr viel Zeit verloren, weil der Spieler, der die Ehre hat, noch nicht fertig ist. Jetzt kann jeder auf den Abschlag gehen, der eben 'ready' ist, das gilt für Privatrunden gleichermaßen wie für Turniere. Oder man hat einen Longhitter im Flight, der zur Sicherheit warten muß. Seine kürzer schlagenden Mitspieler sollten jetzt auf jeden Fall schon ihren Ball schlagen, wenn es die Situation erlaubt. Es gilt wie immer die Regel: niemand darf gefährdet oder gestört werden.

Rücksichtnahme bleibt oberstes Gebot, aber Ready Golf macht sicherlich das Golfspiel schlanker und vielleicht auch unkomplizierter.

 

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