Blitzwarnsystem BLIDS für Golfclubs

Diesen Artikel drucken 12.08.2018

Entscheidungshilfe für den Golfclub bei Gewitter

Der Sommer 2018 wird vermutlich in die Geschichtsbücher der Meteorologen eingehen. Die seit April anhaltende Trockenheit in den nördlichen Regionen Deutschlands in Verbindung mit einer gefühlt ungewöhnlichen Wärme, die ganz Nordeuropa erfaßt hat, hat einen neuen Begriff geprägt: "Heißzeit". Vielleicht handelt es sich um einen einmaligen Ausrutscher, vielleicht ist es tatsächlich der Beginn einer deutlich spürbaren Klimaveränderung mit nachhaltigen Folgen. Selten hat man hitzebedingt so wenige Golfer auf den Plätzen gesehen wie in diesem Sommer. Verbrannte Fairways und Spieler, die ihre Regenschirme zum Schutz vor der Sonne aufspannen, sind ein typisches Bild in diesen Tagen.

Die Situation auf dem Golfplatz
Mit dem Thema Heisszeit sind Gewitter untrennbar verbunden. Wir alle erleben die Folgen einer aufgeheizten Atmosphäre in Form von großen Gewitterfronten mit Starkregen und heftigen Windboen. Selbst Tornados sind ein zunehmend auftretendes Wetterphänomen. Für alle Freiluftsportler sind Blitze ein sehr ernst zu nehmender Faktor. Jeder sollte wissen - bei Blitz und Donner wird es auf dem Golfplatz lebensgefährlich. Wer Gewitterwarnungen auf die leichte Schulter nimmt oder meint, die Blitze seien ja noch weit entfernt, handelt sehr leichtsinnig. Andere wiederum werden bereits nervös, wenn sich nur dunkle Wolken am Horizont zeigen. 

Golfregel bei Gewittergefahr
Im Grundsatz gilt, es ist jedem Spieler freigestellt, wann er das Spiel bei einer möglichen Gefahrensituation unterbricht. Nach Golfregel R6-8a.II ist die Unterbrechung bei Gewittergefahr ausdrücklich erlaubt. In privaten Golfrunden kann man sich schnell auf Vorsichtsmaßnahmen einigen. Bei offiziellen Turnieren eines Golfclubs lastet die Verantwortung auf den Spielführern. Naturgemäß möchte man ein Turnier nicht überflüssigerweise unterbrechen. Andererseits will sicherlich niemand die Golfer einem sinnlosen Risiko aussetzen. 

BLIDS - ein Blitzwarnsystem
Eine Lösung für dieses Dilemma könnte das Blitzwarnsystem BLIDS der Firma Siemens sein.  BLIDS arbeitet gewissermaßen mit Livedaten. Mithilfe von über 155 in ganz Europa verteilten Messstationen können Blitzeinschläge auf bis zu 200 Meter genau geortet werden. Auf diese Weise kann Siemens alle 15 Minuten eine aktualisierte Karte zur Verfügung stellen, die Auskunft über die Häufigkeit der Blitze und den Weg der Einschläge gibt. BLIDS kann auf die individuellen Bedürfnisse eines jeden Golfclubs angpaßt werden. Die detaillierte Kartenfunktionen und das flexible Alarmsystem sind dabei eine große Hilfe. So kann beispielsweise eine Gewitterwarnung an das Sekretariat gehen und Blitzeinschläge innerhalb eines vorher definierten Überwachungsradius melden. Dies erhöht die Sicherheit aller Spieler auf der Anlage auch jenseits von Turnieren. Nähere Informationen findet man direkt unter www.blids.de.

Blitzortung- Apps
Privatpersonen können zusätzlich auf Blitzortung-Apps wie BlitzortungLive (siehe unseren ausführlichen Bericht über BlitzortungLive) oder My Lighting Tracker zurückgreifen. Unsere Erfahrung nach einem Jahr der Nutzung: Die Apps sind leider nicht zuverlässig zeitnah und die Push-Benachrichtigungen funktionieren ebenfalls nicht zuverlässig. Dennoch sind beide Apps hilfreich bei der Beurteilung der Gewitterentwicklung. 

Fazit
Die klimatischen Veränderungen werden mit ziemlicher Sicherheit für noch mehr Gewitter in der Zukunft sorgen. Für Golfclubs und die Verantwortlichen des Spielbetriebs ist das Blitzwarnsystem BLIDS insofern eine äußerst sinnvolle Investition zur Sicherheit der Mitglieder und Gäste.

 

Fotoquelle: Fotolia_71267890_S und BLIDS.de

 

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