Mental-Techniken auf der Golfrunde

Diesen Artikel drucken 26.09.2018

Mental-Tipps für einen besseren Score

Es ist schon seltsam, da spielt man ein gutes Loch nach dem nächsten und dann kommt ein Loch, an dem man einen kleinen Fehler macht und plötzlich ist das Gefühl weg und der Rest der Runde im Eimer. Was ist geschehen? Die Leichtigkeit, die eben noch unser Spiel geprägt hat, ist wie weggeblasen. Was eben noch selbstverständlich war, ist auf einmal verkrampft. Im Kopf rasen die Gedanken. Wieso hast Du den Ball getoppt? Der Putt war doch wirklich nicht so schwer? Mußte der Ball ausgerechnet in einem Divot liegen? Wir ärgern uns über die eine mißglückte Aktion und verlieren im selben Augenblick den Spaß und die Zufriedenheit, eben die Faktoren, die zuvor unser Spiel bestimmt haben.

Spielprozess vs. Spielergebnis
Die Golfprofis sind tagein tagaus mit dieser Situation konfrontiert. Weder landen alle ihre Drives auf den Fairways, noch treffen sie alle Grüns. Auch für die Profis gibt es vermutlich um die 72 Anlässe pro Runde, um sich zu ärgern. Wie gehen sie mit der mentalen Last zwischen den Schlägen um? Die eigentlichen Schläge nehmen ca. 1% der Zeit auf dem Platz ein. Für die Vorbereitung stehen ca. 14% zur Verfügung, der Rest (85%) ist ganz simpel Zeit auf dem Platz angefüllt mit Warten und Gehen. Das heißt, der Sportler hat extrem viel Zeit über sein Spiel nachzudenken. Erfolgreiche Golfer beherrschen genau eben jene die Kunst, den Gedankenfluss zu kontrollieren. Nach Bob Rotella, einem der besten Mentaltrainer, ist eine Feststellung, daß der Prozess des Spiels wichtiger ist als dessen Ausgang. Nur wer sich vom Ergebnis löst, kann entspannt im Hier und Jetzt sein.

Die Achtsamkeitsübung
Entspannt ist das nicht genau der Zustand, in dem wir uns befinden, wenn die Runde gut läuft? Leistungsdruck und Ärger hingegen wirken kontraproduktiv. Das einzig Richtige, was der Spieler gegen die Anspannung oder nach einem mißglückten Loch tun kann, ist das Gedankenkarussell zu stoppen. Statt sich immer tiefer in negativen Gedanken zu verstricken und komplett die Freude am Spiel zu verlieren, gilt es gegen die Streßreaktion gezielt anzuarbeiten. Zu den besten und gleichzeitig einfachsten Mentaltechniken gehört die Achtsamkeit, d.h. ich lenke meine Gedanken bewußt auf das Positive im Hier und Jetzt, nämlich auf die Natur. Als Golfer besitzt man einen nicht zu überschätzenden Vorteil, denn man bewegt sich fast immer in schöner Umgebung. Es gibt die Landschaft, Bäume, Blumen, Vogelgezwitscher, Gerüche, Stimmen und vieles mehr. Die Aufgabe ist mindestens fünf Dinge in der Natur zu bestimmen, die man wahrnimmt. Im Anschluß konzentriert man sich auf die eigene körperliche Wahrnehmung, schwitzt man, sind die Hände kalt, die Schultern hochgezogen, etc. Auch hier sollte man wieder fünf Punkte für sich selbst benennen können, die man spürt. Mit diesen mentalen Übungen steuern wir unsere Gedanken unbewußt in eine neue Richtung. Der Stress löst sich, die Atmung wird besser, der Körper entspannt. Wer konsequent die Zeit zwischen den Schlägen nutzt, um sich von negativen Gedanken zu befreien, wird vom Ergebnis überrascht sein.

 

 

Fotos:
Headerbild Ales Fevzer -Kitz Loch 10 - GC Zell am See
kleines Foto: Golfclub Jersbek bei Hamburg

 

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